Angelika Graf: Klarer und transparenter Nichtraucherschutz in ganz Deutschland

Portraitfoto von Angelika Graf

Donnerstag, 17. Juni 2010

Zum bayerischen Volksentscheid für einen konsequenten Nichtraucherschutz am 4. Juli und des gestrigen fraktionsoffenen Abends der SPD-Bundestagsfraktion dazu teilt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für Drogen und Sucht Angelika Graf MdB mit:

„Es war eines der erfolgreichsten Volksbegehren in der deutschen Geschichte mit dem die bayerischen Bürgerinnen und Bürger ihren Willen für einen nachhaltigen Nichtraucherschutz zum Ausdruck gebracht haben. In kurzer Zeit haben 1.298.746 Bürgerinnen und Bürger aus Bayern im November 2009 einen Volksentscheid zum Nichtraucherschutz erzwungen, weil die bayerische Staatsregierung sich dem Druck der Tabaklobby ergeben hatte.

Die SPD-Bundestagsfraktion, in der der Nichtraucherschutz seit Jahren offensiv diskutiert wird, hat mit ihrem fraktionsoffenen Abend ein Zeichen der Unterstützung für die bayerischen Bürgerinnen und Bürger gesetzt. Der Kampf für einen konsequenten Nichtraucherschutz in Bayern geht nun in die entscheidende Phase. Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger Bayerns auf, sich am Volksentscheid zu beteiligen und am 4. Juli ein klares Bekenntnis für einen „echten Nichtraucherschutz“ abzugeben.

Die milliardenschwere Tabakindustrie darf ihre Interessen mit der Hilfe der bayeri-schen Staatsregierung nicht gegen die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger durchsetzen. Der Gesundheitsschutz der Menschen darf nicht unterlaufen werden. Mehr als 70 % der Bevölkerung unterstützen ein bundesweit einheitliches Rauchverbot. Die bayerische SPD unterstützt als Partner des Nichtraucherbündnisses eine rauchfreie Gastronomie in Bayern. Die SPD-Bundestagsfraktion will den Volksentscheid dazu nutzen, in ganz Deutschland für einen klaren und transparenten Nichtraucherschutz zu kämpfen.

Wir kritisieren die Bundesregierung für ihre untätige Haltung auf dem Gebiet des Nichtraucherschutzes. Sie will keine Änderung der Arbeitsstättenverordnung zugunsten des Nichtraucherschutzes, nicht mal einen Suchtbericht 2010, stattdessen allein Expertengespräche und freiwillige Selbstkontrollen. Das ist nicht genug. Es muss Schluss gemacht werden mit den unübersichtlichem Flickenteppich an Regelungen in Deutschland. Wir brauchen klare und einfache Regelungen, die den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger auch in der Praxis gewährleisten.“

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