Zum Zuspruch des stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Arbeitnehmer-Union (CSA), Konrad Kobler, zu den Altersteilzeit-Vorschlägen der SPD, erklärt die seniorenpolitische Sprecherin der bayerischen SPD-Landesgruppe, Angelika Graf, MdB:
“Die CSU-Führung darf die Bedürfnisse und die Lebenssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht länger ignorieren. Mit der Politik im Elfenbeinturm muss endlich Schluss sein. Nicht alle können bis 67 durchhalten. Für diese Menschen brauchen wir flexible Lösungen, damit die Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht zum Rentenkürzungsmodell wird. Deswegen hatte die SPD bereits bei Einführung der Rente mit 67 entsprechende Begleitmaßnahmen angekündigt. Diese haben wir nun vorgelegt.
Ich begrüße, dass nun auch vom CSU-Arbeitnehmerflügel Unterstützung für unseren Vorstoß zur Verlängerung der Alterszeit und zur Aufwertung der Teilrente kommt. Ich fordere Horst Seehofer als Vorsitzenden der CSA auf, sich der klaren Positionierung seines Stellvertreters anzuschließen, um Beckstein und Huber zur Vernunft zu bringen.
Beckstein und Huber sollten sich nicht gegen die Arbeitnehmervertreter in ihrer eigenen Partei stellen. Sie dürfen sich unseren Vorschlägen nicht länger zu Lasten der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bayern verschließen. Der Erfolg der Rente mit 67 hängt davon ab, ob es uns gelingt, die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit abzuholen. Dazu brauchen wir flexible Lösungen. Dazu brauchen wir die Verlängerung der Altersteilzeit und die Aufwertung der Teilrente.”