"Auch nach den heutigen wahlkampf-motivierten Erklärungen aus dem Kabinett Becksteins wird die Lage an den bayerischen Schulen auch im kommenden Schuljahr nicht besser werden", so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann.
„Die Schulen werden auch weiterhin unter erheblichem Lehrermangel leiden", so Pfaffmann weiter. „Die Absicht, Klassen auf eine Maximalgröße von 33 Schülern an Realschulen und Gymnasien und auf 30 an Grund- und Hauptschulen festzulegen, ist ein Schlag ins Gesicht der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schüler. Damit wird auch die Absichtserklärung, die Schüler bestmöglich zu fördern und zu fordern zur Farce."
Im Kabinettsbericht sei kein Wort zur Schließung der kleineren Grund- und Hauptschulen gefallen. „So ist zu befürchten, dass die kleineren ein- und zweizügigen Schulen vor allem in den ländlichen Regionen geschlossen werden - und zwar nach der Wahl", stellt Pfaffmann fest.
Das sture Festhalten an der viel zu frühen Selektion im zehnten Lebensjahr und dem damit verbundenen Übertrittsdruck auf die Kleinsten sei ein Beispiel von ideologischer Sturheit.
Pfaffmann: „Insgesamt stelle ich fest, dass die CSU völlig beratungsresistent und reformunfähig ist. Bayern braucht einen Wechsel in der Schulpolitik, hin zu bestmöglichen Rahmenbedingungen an den Schulen, hin zu einer Schule ohne Leistungsdruck und krankmachendem Schulstress und hin zu mehr Chancengerechtigkeit für alle bayerischen Kinder und Jungendlichen".