57 Prozent des bayerischen Trinkwassers mit Uran belastet

Portrait Wörner

Montag, 30. November 2009

Angesichts der Tatsache, dass bei 57 Prozent des bayerischen Trinkwassers der Grenzwert von 2 Mikrogramm Uran je Liter Trinkwasser überschritten ist – dies haben 25 von 44 Messstellen im Freistaat bestätigt - , forderte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ludwig Wörner, in einer heutigen Pressekonferenz die Staatsregierung auf, einen „Uran im Trinkwasser"-Atlas zu erstellen, um die Probleme lokalisieren zu können.

In einem zweiten Antrag verlangt die SPD-Fraktion von der Staatsregierung eine Bundesratsinitiative, um in der Trinkwasserverordnung einen Grenzwert von 2 Mikrogramm je Liter Trinkwasser zu verankern.

Da Uranfilter teuer und die betroffenen Kommunen sowie die kleinen kommunalen Wasserversorger sehr oft überfordert sind, will die SPD-Fraktion im anstehenden Nachtragshaushalt 2010 einen neuen Haushaltstitel einstellen und mit zwei Millionen Euro ausstatten, der die entsprechenden Kommunen bei der Einrichtung von Uranfiltern unterstützt.

Ministerpräsident Seehofer hatte am 19. September 2008 in der „Berliner Zeitung" als damaliger Bundesverbraucherminister angekündigt: „Wir brauchen einen Grenzwert für diesen Stoff. Das halte ich für absolut notwendig. Denn der Bevölkerung ist es nicht mehr zu vermitteln, dass es diesen Grenzwert nicht längst schon gibt." Dazu Ludwig Wörner: „Die Einhaltung dieses Versprechens fordern wir jetzt ein, zumal Bayern in besonderem Maße betroffen ist."

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