Wert der Arbeit muss im Geldbeutel sichtbar werden

27. Februar 2012 | Arbeit

Die SPD-Arbeitsmarktsprecherin Angelika Weikert fordert die Staatsregierung angesichts der heute veröffentlichten Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Bayern auf, nicht weiter Politik auf dem Rücken der Arbeitnehmer zu machen. Weikert: „Es ist beschämend, dass gerade in Bayern der Niedriglohnsektor so stark ausgeprägt ist und nicht ab-, sondern zunimmt. Arbeit hat ihren Wert, und das muss konkret im Geldbeutel der Menschen sichtbar werden. Der Preis der Arbeit hat auch mit der Würde des Menschen und der Anerkennung der erbrachten Leistungen zu tun. Wir fordern die Staatsregierung auf, etwas weniger schönzureden, stattdessen klar auf die Lebenswirklichkeit der Menschen zu schauen und endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die gute Arbeit ermöglichen.“

Die aktuelle Studie des DGB bestätigt nochmal in erschreckender Weise die Tendenz, die schon in der Fortschreibung des Sozialberichtes 2011 deutlich wurde. Jede dritte Frau in Vollzeitbeschäftigung bezieht laut DGB-Studie einen Niedriglohn. Die Hälfte der Neueinstellungen erfolgt nur noch befristet. Weikert: „Die Studie zeigt die Wirklichkeit und entlarvt die schönen Worte von Herrn Seehofer und Frau Haderthauer, die keine Gelegenheit auslassen, die Arbeitsmarktzahlen in Bayern hochzujubeln.“

Die SPD-Landtagsfraktion habe viele Initiativen ergriffen, um die vom DGB geforderte Re-Regulierung des Arbeitsmarktes anzugehen, unter anderem die Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn und nach Eindämmung der Leiharbeit. „Die bayerische Staatsregierung muss endlich erkennen, dass sich die Arbeitsmarktzahlen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten schönrechnen lassen. Angesichts der guten Wirtschaftsdaten gerade in Bayern muss das Einkommensniveau der Menschen steigen."

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