Umfrage: SPD stabil bei 20%, AfD mit 6% im Bayerischen Landtag

13. Januar 2015

Die AfD setzt die CSU in Bayern unter Zugzwang: Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die AfD aus dem Stand auf 6 Prozent der Stimmen. Die CSU erreicht 47 Prozent der Stimmen. Die SPD bleibt im Vergleich zum Landtagswahlergebnis 2013 nahezu stabil bei 20 Prozent, die Grünen erreichen 10, die freien Wähler 8 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts pollytix im Auftrag der BayernSPD. Demnach verpassen FDP und Linke den Sprung über die 5-Prozent-Hürde in Bayern.

Der Landesvorsitzende der BayernSPD, Florian Pronold, dazu: „Das Ergebnis der AfD ist besorgniserregend, denn es zeigt: Die dumpfe Fremdenfeindlichkeit und Angstmache der CSU in der Flüchtlingspolitik verhelfen nur der AfD zum Erfolg. Die CSU sollte sich klar und deutlich von rechten Dumpfbacken abgrenzen anstatt fremdenfeindliche Ressentiments salonfähig zu machen. Notwendig wäre ein Schulterschluss mit den anderen demokratischen Vertretern für eine tolerante Gesellschaft.“

Mit Blick auf die stabilen Werte der bayerischen SPD in der Sonntagsfrage erklärte Pronold: „Die 20 Prozent spiegeln das Landtagswahlergebnis wider. Damit kann ich leben. In der Großen Koalition ist die SPD der Motor. Die Wirkungen des Mindestlohns und der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren müssen aber erstmal bei den Menschen ankommen, bevor sie sich in Umfragewerten niederschlagen. Insofern bleibe ich zuversichtlich.“

Pronold beklagte sich gleichzeitig über den regierungspolitischen Stillstand in Bayern: „Bei der Energiewende geht nichts voran. In der Bildung murkst Ministerpräsident Horst Seehofer am G-8 rum und hinterlässt nur Ratlosigkeit bei allen Betroffenen. Zudem hat die CSU einen Ministerpräsidenten auf Abruf seit Seehofers Rücktrittsankündigung. Da toben aktuell Nachfolgedebatten statt Politik für die Menschen im Freistaat zu machen.“

Die BayernSPD, so Pronold weiter, arbeite im neuen Jahr weiter an politischen Lösungen, vor allem in der Sozialpolitik: „Auf Bayern kommen erhebliche Herausforderungen zu bei der Aufnahme von Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Es muss uns gelingen, sie zu integrieren und im Freistaat heimisch zu machen. Außerdem gilt es, das tägliche Leben der Menschen in Bayern zu erleichtern. Handlungsfelder sehe ich bei Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, beim Ausbau der öffentlichen Infrastruktur oder etwa im Bereich Verbraucherschutz.“

Hier geht es zum Balkendiagramm der Umfrage

Anmerkung: Für die repräsentative Umfrage wurden 1700 bei Landtagswahlen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Bayern befragt. Durchgeführt wurde die Erhebung vom 13. bis zum 23. November 2014.

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