SPD fordert mehr Mittel für AIDS-Prävention

02. Dezember 2011 | Gesundheitspolitik

Die Neuinfektionen mit dem HI-Virus sind in Bayern seit Jahren rückläufig. „Von einer Entwarnung kann allerdings keine Rede sein, höchstens von einer Stagnation auf einem nicht zufriedenstellendem Niveau“, erklärt die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Da aber die Infektionszahlen in der Altersgruppe der 20 bis 24-Jährigen steigen, fordert Dittmar die Aufstockung der staatlichen Haushaltsmittel zur Finanzierung von Aufklärung und Beratung um 4,1 Millionen Euro.

Wie aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine schriftliche Anfrage der unterfränkischen Abgeordneten hervorgeht, wurde 2010 bei 385 Menschen in Bayern HIV neu festgestellt, das sind fünf Patienten weniger 2009. Im Jahr 2008 gab es 348 HIV-Neudiagnosen. In der Altersgruppe der 20 bis 24-Jährigen sieht es anders aus: Hier hat sich die Zahl der Neudiagnosen zwischen 2006 (23) und 2010 (41) fast verdoppelt.

Obwohl in Bayern aktuell 10.000 Menschen mit dem HI-Virus leben, ist die Schwerpunktversorgung im ambulanten Bereich sehr lückenhaft und regional ungleichmäßig verteilt, stellt die Ärztin fest. Zur Zeit arbeiten in Bayern 35 besonders qualifizierte Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung, davon 21 allein in Oberbayern. In Niederbayern bewege sich die spezialisierte Versorgung von HIV-Infizierten „auf dem Nullpunkt“, stellt Dittmar fest. In Oberfranken und der Oberpfalz praktiziert jeweils ein speziell ausgebildeter Arzt, in Schwaben und Unterfranken jeweils zwei. Dittmar: „Hier müssen wir dringend etwas tun und ich hoffe, dass die Staatsregierung hier Abhilfe schafft“, so Dittmar.

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