SPD-Bildungsexperte Güll: Eltern sollen entscheiden, welche Schule ihr Kind besucht

02. Mai 2012 | Bildungspolitik

Bayerische Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern müssen nach dem Willen von SPD-Bildungssprecher Martin Güll mehr Möglichkeiten bekommen, dem Druck beim Übertritt von der Grundschule auf eine weiterführende Schule zu begegnen: „Ich halte Übertrittsnoten und Übertrittszeugnisse für nicht sinnvoll“, erklärt Güll.

Nach dem Willen des SPD-Bildungssprechers sollen künftig die Eltern entscheiden, welche Schule ihr Kind nach der vierten Grundschulklasse besuchen soll. „Wer in sein Schulsystem Vertrauen hat und die hohe Beratungskompetenz der Lehrkräfte vor allem in der Grundschule anerkennt, der kann auch Verantwortung an die Eltern abgeben“, sagt Güll und verweist darauf, dass bereits elf von 16 Bundesländern den Elternwillen freigegeben haben. Erst im Januar hatten Güll und die SPD-Landtagsfraktion eine entsprechende Petition von 40 Organisationen, unter anderem dem BLLV, unterstützt.

Der SPD-Bildungssprecher plädiert darüber hinaus dafür, alternative Schularten, vor allem die Gemeinschaftsschule, zuzulassen. „Wir brauchen gleichwertige Alternativen zum bisherigen System, die von Spaenle eingeführte Mittelschule ist keine“, stellt Güll fest. In der Gemeinschaftsschule sollen Kinder länger gemeinsam lernen und individuell gefördert werden. „Die Gemeinschaftsschule bietet allen Kindern Chancen, ihr Potenzial zu entwickeln und sortiert Kinder nicht bereits in der vierten Klasse aus“, erklärt Güll.

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