SPD beklagt schleppenden Ausbau der Krippenplätze für unter Dreijährige

20. Januar 2012

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, beklagt den schleppenden Ausbau der Kinderbetreuung in vielen Regionen Bayerns und fordert einen Masterplan zur Realisierung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige. "Die Betreuungsquote liegt in Schwaben bei 15,6 Prozent und in Niederbayern gerade mal bei 14,5 Prozent", so Pfaffmann. "Das zeigt deutlich: Wenn man von einem durchschnittlichen Betreuungsbedarf von 35 Prozent - wie in den Nachbarländern - ausgeht, verfehlt der Freistaat mit 20,6 Prozent Betreuungsquote diese um ein Drittel." In den größeren Städten sei der Bedarf häufig noch größer. Im März 2011 seien insgesamt 65.617 Kleinkinder in öffentlich geförderten Kindertagesstätten oder bei Tagesmüttern betreut worden.

Die Landeshauptstadt München liege mit einem Versorgungsgrad von 27 Prozent sowohl über dem Bundes- als auch dem Landesschnitt. "München ist kein Sitzenbleiber, sondern Klassenprimus - entgegen den Behauptungen von Ministerin Haderthauer schafft die Landeshauptstadt die Plätze, mit denen die Staatsregierung anschließend ihre Statistik schönrechnen und die Fortschritte beim Kita-Ausbau rühmen kann", erläutert Pfaffmann und verspricht: "Wir werden aber weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um den Schnitt in den nächsten zwei Jahren auf über 40 Prozent auszubauen." Anstatt dauernd mit dem Zeigefinger auf München zu zeigen, sei die Staatsregierung jetzt mehr denn je aufgefordert, gemeinsam mit den Kommunen den Ausbau voranzutreiben.

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