Modellauto-Affäre - Kohnen: "Unverfrorene Selbstbereicherung statt Idealismus! Der CSU fehlt jeder moralische Kompass!"

05. August 2014

Die Generalsekretärin der BayernSPD, Natascha Kohnen, empört sich über den nassforschen Auftritt von Staatskanzleichefin Christine Haderthauer vor der Kabinettssitzung in Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft ermittele wegen Betrugsverdachts, so Kohnen. Ihr Rücktritt wäre angemessen, statt ihre unverfrorene Selbstbereicherung als "ein von Idealismus getragenes Projekt" zu maskieren.

"Frau Haderthauer glaubt wohl, in Drachenblut gebadet zu haben. Sie fühlt sich unverwundbar, wettert gegen Öffentlichkeit und Justiz, indem sie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen als eine 'Empörungswelle' abkanzelt. Es ist der Gipfel der Unverfrorenheit, erst das Geschick eines verurteilten Straftäters zum eigenen Vorteil zu versilbern, um das Ganze dann als idealistisches Wohltätigkeitsprojekt zu verbrämen. Wer genehmigt diese Selbstbedienungsmentalität, die sich als ‚Nebentätigkeit‘ tarnt? Horst Seehofer muss sich weiter die Frage gefallen lassen, wieso sein Ex-Bundesminister Friedrich wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen zurücktreten musste, seine Staatskanzleichefin Haderthauer dagegen weiter wurschteln darf? Der CSU fehlt jeder moralische Kompass, den sie in Sonntagsreden und auf Parteitagen stets beschwört!"

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