Kohnen: Individuelle Förderung statt exemplarischer Bestrafung durch Sitzenbleiben

20. Februar 2013

SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen warnt davor, bei der Diskussion über eine Abschaffung des Sitzenbleibens auf ideologischen Standpunkten zu verharren. „Im Mittelpunkt müssen das Wohl der Kinder und ihre Zukunftsaussichten stehen“, mahnte die Landtagsabgeordnete.

„Wir setzen auf individuelle Förderung, statt auf exemplarische Bestrafung und Demotivation durch das erzwungene Sitzenbleiben. Natürlich muss es möglich sein, dass Schüler in besonderen Belastungssituationen auch in Zukunft die Möglichkeit haben, eine ganze Klassenstufe zu wiederholen. Aber der Mehrheit der betroffenen Kinder mit schlechten Noten in ein, zwei oder drei Fächern wäre besser geholfen, wenn sie ihre gewohnten Klassenkameraden behalten könnten und gezielt gefördert würden.“

Kohnen verwies auch auf die Geldverschwendung durch das kategorische Sitzenbleiben bei einem Sechser oder zwei Fünfern im Zeugnis. „Das Sitzenbleiben kostet den Freistaat jährlich rund 270 Millionen Euro. Damit ließen sich rund 5.200 Lehrerplanstellen oder 125.000 Lehrerstunden finanzieren“, sagte Kohnen unter Verweis auf eine vor wenigen Jahren vorgestellte Studie "Klassenwiederholung – teuer und unwirksam" im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.

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