Inklusion an Schulen: SPD will Umstellungsprozess bis 2020 abschließen

22. März 2012 | Bildungspolitik

"Der Schlüssel zum Gelingen von Inklusion liegt im Fitmachen der allgemeinen Schulen", so das Fazit des bildungspolitischen Sprechers der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll auf der heutigen (22.3.12) Pressekonferenz im Bayerischen Landtag. Das Ziel, die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen zu erfüllen, sei nur zu erreichen, wenn die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte an den allgemeinen Schulen den Herausforderungen angeglichen werde. Güll: "Inklusion heißt: Die Schulen müssen sich auf die Kinder einstellen - nicht die Kinder auf die Schulen!"

Die Förderschulen, deren Zahl in Bayern so hoch sei wie in keinem anderen Bundesland, müssten mit ins Boot geholt werden, so Margit Wild, in der SPD-Fraktion federführend für das Thema Inklusion zuständig. "Ohne die Expertise der Förderschullehrkräfte ist Inklusion nicht denkbar." Nichtsdestotrotz muss sofort begonnen werden, die Lehrkräfte der allgemeinen Schulen fortzubilden und die Ausbildung der kommenden Lehrergenerationen um die Inhalte der Förderpädagogik zu ergänzen. "Mit einem einwöchigen Seminar ist es da nicht getan", betonte Wild.

"Inklusion kostet Zeit und Geld", so Güll. Wir brauchen an den allgemeinen Schulen mehr Lehrkräfte in den inklusiven Klassen und müssen die Kommunen unterstützen, wenn sie außerordentliche Investitionen tätigen müssen. Im Mittelpunkt muss immer stehen: Was braucht ein Kind, um sich optimal entwickeln zu können?"

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